Über mich

Claudia, meine Schwester, nahm mich mit in meine allererste Yogastunde – Yin Yoga. Sie meinte, es würde mir gut tun in dieser Zeit, wo meine Arbeitswoche oft aus 7 Tagen oder 70 Stunden bestand. Was soll ich sagen? Es war gefühlter Horror – mehrere Minuten in einer Haltung zu sein, mein Körper ächzte und diese endlosen Gedanken in meinem Kopf. Die Zeit, die sonst schneller verging als ich arbeiten konnte, stand auf einmal still und das Ende der Stunde schien endlos weit entfernt. Schnelles Fazit: Yoga ist definitiv nichts für mich…Claudia lächelte und wartete geduldig auf meine weiteren Erkenntnisse.

Nach drei Jahren wagte ich mich wieder in eine Yogastunde. Ich erkannte langsam, dass die ruhigen Körperbewegungen, Atemübungen und auch die bewusste Stille ein Geschenk sind –  auf der Matte und im Leben.

Schließlich inspirierte mich mein Pferd “Contenance” zu meiner Yoga-Ausbildung, als ich erkannte, dass das Üben und Unterrichten von Yoga auch ein wunderbarer Weg ist, tiefe Beziehungen zu knüpfen, die innere Schönheit zu sehen, selbst wenn eine Beziehung Teile von Missverständnissen, Zweifeln oder Verletzungen aufweist.

Im Alltag sind wir oft sehr gut darin, überehrgeizig das zu tun, was uns nicht gut tut statt geduldig zu üben und lernen, was uns gut tut. Dieses geduldige (Wieder)lernen, von dem, was uns gut tut, möchte ich meinen Schülern vermitteln. Unter diesem Aspekt unterrichte ich in meinen Stunden klassisches Hatha-Yoga mit Körper- und Atemübungen sowie Meditation.

Danke für die Zeit mit euch.